© 2010 Timm Eisenberg 2010

Das war das Jahr der großen Gesten*

Liebes 2010,

hier sitze ich nun in diesem Zimmer, das für mich so schnell ein Zuhause geworden ist. Ãœber mir der dunkle Himmel in dieser großen Stadt, die ich mal für so viel schlechtes verantwortlich gemacht habe.

Ja, 2010 begonnen hast du damit, dass ich genau am richtigen Ort war, zusammen mit dem Menschen, mit dem eine Zukunft so gut planbar gewesen wäre. Doch daraus ist nichts geworden, denn wie so oft hast Du mir gezeigt, dass die wertvollsten Dinge im Leben wie Sand in den Fingern zerlaufen können. Es war leider nur ein Abschied von vielen. Und so langsam hast du mich daran verzweifeln lassen, ob mein kleines geschundenes Herz jemals wieder zur Ruhe kommen kann.

Und so ging es weiter. Ich habe so viel erlebt und genießen dürfen. Erinnerst du dich an dieses einmalige Wochenende, wo wir Schätze gesucht haben und so viele Stunden einfach nur dalagen? Erinnerst Du Dich an die Zeit, in der ich Dir meine Zweifel und meine Hoffnungen offenbart habe? Wie ich am Boden lag, wie die Zeit still zu stehen schien. Wie Du mir gezeigt hast, dass es Menschen gibt, die alles dafür tun, um mir wieder auf die Beine zu helfen? Weißt Du noch, die vielen Stunden am Telefon und vor diesem hellen Bildschirm, auf den Du immer wieder neue schöne Dinge gezaubert hast. Wie du mir gezeigt hast, dass wenn man seinen Blickwinkel nur minimal verschiebt, alles plötzlich in einem anderen Licht erscheint und die Farben intensiver werden. Oh ja, du hast mir das Herz oft schwer gemacht und mich an die Vergangenheit erinnert. Aber genauso oft hast du mir eine strahlende Zukunft gezeigt, auf die es sich hinzuarbeiten lohnt.

Erinnerst Du Dich, als ich mich mit Städten versöhnt habe und einer der wertvollsten Menschen mit dabei war, glücklich lächelnd und wissend, dass es weiter geht?

Und dann hast du meine Pläne in die Hand genommen und mir gezeigt, dass es manchmal so ist, dass man mit Menschen zu tun hat, die eher eine Beziehung im Misstrauen, statt im Vertrauen leben, dass es einfach manchmal Einfluss von außen ist, der einen wieder auf den Weg bringt.

Und mit dieser Entscheidung hast du vielleicht das größte getan, was man mir Gutes tun konnte. Denn ich habe es gewagt mich wieder in diese riesige Stadt zu trauen. Und dort habe ich etwas gefunden, was alle Zweifel und alle Ängste völlig zerschlagen hat. Weißt Du noch, wie sie auf der Bühne stand und gesungen hat. Meine Arme um ein Glück gelegt, das ich bis heute nicht fassen kann.

Du, 2010, hast mir gezeigt, dass alles Gute auch mit Schmerz verbunden sein kann, aber letztendlich die wohlige Wärme und Geborgenheit überwiegt. Du hast mir gezeigt, wie viel kleine Gesten, ein herzerwärmendes Lächeln und Worte einem bedeuten können. Was es bedeutet angekommen zu sein.

Und auch wenn die Erkenntnis bleibt, dass die wichtigsten Menschen im Leben vielleicht nicht mehr um die Ecke wohnen, die Liebe immer bleibt und man niemals vergessen ist. Dass der Rückhalt unendlich groß ist.

Und nun fühle ich mich angekommen im Kreise von diesen lieben Menschen, aufgenommen, geborgen. Ich weiß, dass mein Herz gesundet und genährt wird mit jedem neuen Tag, mag er auch noch so trist beginnen.

Ach 2010, ich liebe Deine Hand auf meinem Arm, deine Augen wie sie mich ansehen. Deine Worte, wie sie mich auffangen, Dein Lachen, was so ehrlich und liebevoll ist. So langsam reift die Erkenntnis, dass Liebe unendlich groß sein, auch wenn sie von niemandem definiert werden kann. Am allerwenigsten von mir.

Und so beende ich das Jahr mit dem guten Gefühl, nicht alleine zu sein und mit großer Freude auf das nächste Jahr.

Doch ein Wunsch bleibt: Das sich alles im Leben fügt, denn wenn das stimmen sollte, kommen gute Zeiten auf mich zu.

Danke für Deine Zeit und die immerwährende Aussicht auf ein Licht am Ende des Tunnels.

Dein Timm

*Das ist von Jupiter Jones

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